Kunstleder vs. Leder

Leder, Kunstleder, Biothane und warum Herkunft, Haltbarkeit & Verantwortung zählen!

In der Welt der Hundeaccessoires taucht diese Frage immer wieder auf: Welches Material ist das Beste?
Echtes Leder, Kunstleder oder Biothane? Jede Variante hat ihre Fans, aber auch ihre Schattenseiten.
Und seit ein paar Jahren gibt es noch ein weiteres, oft sehr emotional geführtes Thema: Vegan = kein Tierleid = automatisch besser?
Ganz so einfach ist es nicht.

Echtes Leder, Qualität beginnt bei der Herkunft.

Echtes Leder ist ein Naturprodukt, das richtig hergestellt, Jahrzehnte hält und mit der Zeit immer schöner wird.
Aber: Nicht jedes Leder ist gleich.

Worauf es ankommt:

  • Herkunft: Hochwertiges Leder stammt aus Regionen mit klaren Tierschutzstandards und transparenter Lieferkette.
  • Nebenprodukt: Es fällt als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie an, es werden keine Tiere ausschließlich für Lederproduktion gezüchtet oder geschlachtet.
  • Gerbung: Pflanzliche oder chromfreie Gerbung sorgt für Schadstofffreiheit und macht Leder somit biologisch abbaubar.

So erkennst du billiges Leder:

  • Chemischer Geruch (starke Lösungsmittel)
  • Extrem gleichmäßige, künstliche Narbung
  • Steif, plastikartig oder rissig nach kurzer Nutzung
  • Starkes abfärben bei Feuchtigkeit
  • Kurze Lebensdauer

Warum zertifiziertes Leder seinen Preis hat:

  • Ausgewählte Rohware
  • Schonende Gerbverfahren mit weniger Chemie
  • Durchgefärbt statt oberflächlich beschichtet
  • Jahrzehntelange Haltbarkeit bei der richtigen Pflege
  • Frei von Schadstoffen, hautverträglich

Kunstleder, vegan heißt nicht automatisch nachhaltig!

Kunstleder ist ein Sammelbegriff für Materialien mit textilem Träger und Kunststoffbeschichtung – meist PVC (Polyvinylchlorid) oder PU (Polyurethan).

Vegan heißt nur: Kein tierischer Bestandteil.
Es sagt allerdings nichts über die Umweltbilanz, die Produktionsbedingungen oder der Haltbarkeit, aus.

Die unbequeme Wahrheit zu „veganem“ Kunstleder

  • Rohstoffe: Klassisches Kunstleder basiert auf PVC oder PU. Beides wird aus Erdöl hergestellt.
  • Produktion: Die Herstellung dieser Kunststoffe ist sehr energieintensiv, sehr oft mit Chemikalien belastet, die zudem bei falscher Entsorgung problematisch sind.
  • Herkunft: Ein Großteil günstigen Kunstleders kommt aus Ländern, in denen Umwelt-/ Arbeitsschutzauflagen eher sehr großzügig interpretiert werden.
  • Lebensdauer: Wenn ein Produkt nach 1–2 Jahren kaputtgeht, muss es ersetzt werden, was weder besonders nachhaltig noch ressourcenschonend ist.
  • Entsorgung: Kunstleder ist kaum recycelbar, weil Gewebe und Kunststoff untrennbar verbunden sind → landet also fast immer in der Verbrennung oder auf Deponien.

Meine persönliche Sicht

Vegan ist ein wichtiger ethischer Standpunkt, aber er sollte nicht blind alles als „besser“ einstufen, nur weil kein Tier drinsteckt.
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, das gesamte Produktleben zu betrachten: vom Rohstoff über die Herstellung, die Nutzungsdauer bis hin zur Entsorgung.
Wenn ein Material unter fragwürdigen Bedingungen produziert, chemisch stark belastet, kurzlebig und nicht recycelbar ist, ist es vielleicht „vegan“, aber nicht umweltfreundlich.

Luxus „Vegan Leather“ das andere Ende der Skala

Luxusmarken wie Stella McCartney haben sich bewusst gegen echtes Leder entschieden und setzen auf hochwertige, vegane Alternativen.
Diese Materialien basieren häufig auf PU statt PVC, werden auf textilen Trägern verarbeitet und bieten eine bessere Haptik und Haltbarkeit als günstiges Kunstleder.
Teilweise kommen innovative Rohstoffe wie Pilz, oder Apfelleder zum Einsatz.

Der hohe Preis solcher Produkte erklärt sich nicht nur durch das Material, sondern auch durch Design, Verarbeitung, Forschung, Entwicklung und die Positionierung im Luxussegment.
Aber auch hier gilt: Veganes Luxusmaterial ist oft langlebiger und sauberer hergestellt, biologisch abbaubar ist es trotzdem nicht.

Biothane ist durchaus praktisch, aber leider auch nicht „natürlich“

Biothane ist ein beschichtetes Gurtband, ursprünglich für Pferdegeschirre entwickelt.

  • Vorteile: Wasserfest, pflegeleicht, sehr reißfest, geruchsneutral
  • Nachteile: Kunststoffbeschichtung (nicht biologisch abbaubar), sportlich technischer Look, bei Knicken kann die Beschichtung reißen

Für Outdoor-, Wasser- und Matschhunde ist Biothane eine tolle Wahl.
Für den Dogs & Angels Look setze ich jedoch lieber auf Leder oder Canvas, weil sie haptisch und optisch wärmer wirken.

Fazit:
Ob Leder, Kunstleder oder Biothane? Entscheidend ist nicht nur, was im Material steckt, sondern auch woher es kommt, wie es verarbeitet wurde und wie lange es hält.

Bei Dogs & Angels bekommst du immer eines: Materialien, die halten, was sie versprechen und zwar jahrelang.
Egal ob Leder oder Canvas, alles wird mit Liebe, Verstand und einem Hauch Hundeverrücktheit gefertigt.
Natürlich setzt diese Langlebigkeit voraus, dass du dein Accessoire auch entsprechend behandelst und pflegst! Dann bleibt es nicht nur schön, sondern auch ein treuer und zuverlässiger Begleiter.

Breite Halsbänder, nur für große Hunde?

„Breite Halsbänder sind nur was für große Hunde!“

Diesen Satz hört man ständig. Aber ist er wirklich wahr? Das Bild vom schweren Lederband mit wuchtiger Metallschließe hält sich hartnäckig.
Zeit, mit diesem Gerücht aufzuräumen!

Warum gibt’s diesen Mythos überhaupt?

Ganz ehrlich: Wir Menschen sind visuelle Wesen. Und klar: So ein „Bauarbeitergürtel“ wäre für einen Chihuahua nicht nur optisch too much, sondern auch viel zu schwer. Und ja, früher sah man breite Halsbänder oft an kräftigen Hunderassen wie Schäferhunden, Rottweilern oder Mastiffs, besonders bei Schutz-/ Zughunden.

Aber das heißt noch lange nicht, dass kleine Hunde nicht davon profitieren können.

Breite Halsbänder haben gleich mehrere Vorteile. Sie verteilen den Druck viel besser als schmale Riemen, was die empfindliche Halswirbelsäule schont, gerade bei Hunden, die stark ziehen. Auch in Sachen Komfort sind sie unschlagbar, weil nichts einschneidet oder reibt. Dazu kommt ein Plus an Sicherheit: mehr Stabilität ohne zusätzliches Gewicht. Und mal ehrlich, optisch machen sie einfach was her. Ein breites Halsband verleiht selbst kleinen Hunden Charakter und eine ordentliche Portion Style.

Und noch ein Punkt, der oft übersehen wird: Püppchens Physiotherapeutin berichtet regelmäßig, dass viele Hunde unter zu schmalen Halsbändern leiden. Die Folgen sind nicht sofort sichtbar, können aber später schwerwiegende Probleme nach sich ziehen. Verspannungen, Fehlhaltungen oder dauerhafte Belastungen, die sich oft erst im Alter zeigen. Ein zu schmales Halsband ist also kein „kleiner Schönheitsfehler“, sondern kann echte gesundheitliche Schäden verursachen.

Die „Machart“ macht den Unterschied!

Der Unterschied liegt in der Fertigung. Bei Dogs & Angels designen wir breite Halsbänder so, dass sie auch für kleine Hunde leicht und bequem sind. Feines Leder, das stabil und doch weich ist, verjüngte Formen, die an der Schließe nicht auftragen, und weiche Polsterungen, die zusätzlichen Komfort bringen. So entsteht ein Halsband, das wie angegossen sitzt – abgestimmt auf Größe, Gewicht und Anatomie deines Hundes.

Bei Dogs & Angels sieht das anders aus:

  • Verjüngte Formen: breit am Hals für Komfort, schmal an der Schließe für Leichtigkeit
  • Feinstes Leder: weich, stabil und dennoch federleicht
  • Polsterung: für extra Tragekomfort

Wichtig ist: Halsbänder sollten immer individuell an den Träger angepasst sein. Pauschal „4 cm ist nur für große Hunde“, so einfach funktioniert es nicht. Das Leder selbst spielt eine große Rolle: Eine naturbelassene Büffelhaut kann im Rohzustand mehr als 2,5 cm dick sein, sehr schwer und starr. Doch mit dem richtigen Werkzeug lässt sich das Leder von 2,5 cm auf 0,7 cm reduzieren. Plötzlich ist das Material geschmeidig, leicht und wunderbar tragbar, selbst für kleine Hunde.

So entstehen Halsbänder, die allen Größen gerecht werden, abgestimmt auf Gewicht, Anatomie und Einsatz.

Beispiele aus der Praxis!

Auch Chihuahuas, Möpse oder Dackel tragen bei uns breite Halsbänder und profitieren von Komfort, Schutz und einem markanten Look. Breite Halsbänder sind also kein Privileg für große Hunde, sondern ein echtes Must-have für jeden Vierbeiner, wenn sie mit Liebe und Verstand gefertigt sind.
Ein schönes Beispiel, ist diese goldige Chihuahua Dame. Hier sieht man, wie elegant und bequem ein breites Halsband an einem kleinen Hund wirken kann.

Fazit

Breite Halsbänder sind kein Privileg für große Hunde. Richtig gemacht, bieten sie auch kleinen Vierbeinern Komfort, Sicherheit und einen unverwechselbaren Look. Bei Dogs & Angels achten wir darauf, jedes Halsband so zu fertigen, dass es nicht nur passt, sondern deinem Hund auch richtig guttut.

Kurz gesagt: Breite Halsbänder sind kein Mythos – sondern ein Statement!